#DigitalChurch in England – a meeting with CofE’s Head of Digital

If you prefer the German version click here.

In July I had the opportunity to meet Adrian Harris, the first Head of Digital of the Church of England (CofE). Adrian has been in charge of online activities since October 2016. His department now has six employees who produce content and campaigns, among other things. Impressive what the church posted in the social media in July alone, here is an excerpt of the (translated) headlines:

  • Nomination in four categories on the shortlist of the Digital Impact Award 2018
  • The Church of England Digital Lab is expanding
  • We are looking for a Digital Content Producer

Adrian brings not only a lot of experience, but also a lot of momentum into the role. He was previously responsible for digital communications at the Conservative Party and Tesco. I learn that the CofE has 16,500 churches across the country and is the national, established Church. If I have understood this correctly, the CofE is not financed from tax revenues, but from some historical assets and the money that congregation members give. The controversies and the loss of members on the island are comparable to the German challenges.

I address him to the dwindling trust among young people in the church institution in Germany (83 percent do not trust religious institutions „at all“ or „rather not „*). Adrian is shocked, the problem isn’t the same in England.

  • I am interested in what support the „national office“ offers to the 16,500 worshipping communities across the country? A lot, I see! This gives e.g.
  • a website for churches to add local events and services, with lots more functionality on the way (this site receives more than 13 million page views each year): https://www.achurchnearyou.com/
  • the search function is also available as an Alexa Skill, which has lots of other functionality
  • Resources for the biggest campaign of the year: #FollowTheStar is the motto for Christmas 2018 and planning is already underway
  • A national website (www.churchofengland.org) with lots of video and other resources to help bring people to faith and grow people’s faith. This receives more than 9 million page views per year.

bty

It’s 1 pm, Adrian and I go to the roof terrace to watch the Royal Air Force air show. He is an aircraft enthusiast and does not want to miss the 100 planes that fly over Buckingham Palace.

#RAF100

I ask Adrian if he can tell me more about Justin Welby, Archbishop of Canterbury. I’m interested in how he got his 125,000 Twitter followers!? The next day Welby will announce that he wants to grow 100 new churches. The 27 million £ program focuses on places of greatest need and uses new forms. The whole programm stands for renewal and growth.

We come to the Alpha Course. I learn from my research that HTB Church, to which Alpha founder Nicky Gumbel belongs, belongs to the Anglican Church. I am not only one of Nicky’s 18,000 Instagram followers, but also a huge fan of his work. I recommend Adrian watch one of his last video posts: Nicky filmed his wife at a lecture. The quality is miserable, but the emotion conveyed is simply wonderful. A smile is inevitable!

I am very impressed with the activities that I got to know on July 10th. The CofE seems so agile, forward in a positive sense not interlectual and focused on people and communicating with them.

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The CofE is very transparent with their activities. The further links are definitely worth reading:

*Jugendstudie „Generation What“

Was #DigitaleKirche für die Church of England bedeutet

Hier geht’s zur englischen Version des Blog-Post.

Im Juli hatte ich die Gelegenheit Adrian Harris, den ersten Head of Digital der Church of England (CofE) zu treffen. Adrian leitet seit Oktober 2016 die Onlineaktivitäten. Inzwischen zählt seine Abteilung sechs MitarbeiterInnen, die unter anderem Content und Kampagnen produzieren. Beindruckend was die Kirche allein im Juli in den sozialen Medien gepostet hat, hier ein Auszug der (übersetzten) Überschriften:

  • Nominierung in vier Kategorien auf der Shortlist des Digital Impact Award 2018
  • Das Digitale Lab der Church of England vergrößert sich
  • Wir suchen einen Digitalen Content Producer

Adrian bringt nicht nur eine Menge Erfahrung, sondern auch eine Menge Schwung mit in die Rolle. Er war zuvor bei der Konservativen Partei und bei Tesco für Digitale Kommunikation zuständig. Ich erfahre, dass zur CofE 16.500 Ortsgmeinden gehören und sie die nationale, etablierte Kirche in England ist. Wenn ich das richtig verstanden haben finanziert sich die CofE nicht aus Steuereinnahmen, sondern durch Einnahmen aus ihrem hirstorischen (Immobilien-)Vermögen und den Spenden der Mitglieder. Die Kontroversen und der Mitgliederschwund sind auf der Insel vergleichbar mit den den deutschen Herausforderungen.

Ich spreche ihn auf das schwindende Vertrauen unter Jugendlichen in die Institution Kirche in Deutschland an (83 Prozent trauen religiösen Institutionen „überhaupt nicht“ bzw. „eher nicht“*). Adrian ist geschockt, das Problem gibt es in England in dieser Art nicht.

Mich interessiert, was das „National Office“ für die 16.500 gottesdienstlichen Gemeinschaften im ganzen Land an Unterstützung anbietet? Eine ganze Menge, wie ich feststelle! Da gibt z.B.

  • eine Website für Kirchen, um lokale Veranstaltungen und Dienste hinzuzufügen, mit vielen weiteren Funktionalitäten (diese Website erhält mehr als 13 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr): https://www.achurchnearyou.com/
  • die Suchfunktion gibt es auch als einen Alexa Skill, der ebenfalls mit vielen weiteren Funktionen ausgestattet ist
  • Ressourcen für die größte Kampagne des Jahres: #FollowTheStar ist das Motto für Weihnachten 2018 und die Planungen laufen bereits.
  • Eine nationale Website (www.churchofengland.org) mit vielen Videos und anderen Ressourcen, um Menschen zum Glauben zu bringen und den Glauben der Menschen zu fördern. Diese erhält mehr als 9 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr.

bty

 

Es ist 1 pm, Adrian und ich gehen auf die Dachterasse um die Flugshow der Royal Airforce anläßlich ihres 100-jährigen Bestehens anzuschauen. Adrian ist ein echter Flugzeug Enthusiast und scheint jedes Modell der Flugstaffeln, die heute über den Buckingham Palace fliegen, zu kennen.

#RAF100

 

Ich frage Adrian, ob er mir von Justin Welby, dem Erzbischbischof von Canterbury erzählen kann. Mich interessiert, wie dieser zu seinen 125.000 Twitter-Followern gekommen ist!? Am nächsten Tag wird Welby bekannt geben, 100 neue Gemeinden gründen zu wollen. Das 27 Millionen Pfund schwere Programm fokussiert sich auf „places of greatest need“ und nutzt neue Formen. Das ganze Programm steht für Erneuerung und Wachstum.

Wir kommen auf den Alpha-Kurs zu sprechen, durch den – so zumindest ist es auf Wikipedia zulesen – auch der Erzbischof zum Glauben fand. Ich habe herausgefunden, dass die HTB Church, zu der auch der Alpha-Gründer Nicky Gumbel gehört, zur anglikanischen Kirche gehört. Ich bin nicht nur einer der 18.000 Instagram-Follower von Nicky, sondern schon lange ein großer Fan seiner Arbeit. Ich empfehle Adrian, sich seinen letzten Video-Posts anzuschauen: Nicky hat seine Frau Pippa bei einem Vortrag gefilmt. Die Qualität des Beitrags ist miserabel, aber die transportierte Emotion ist einfach wunderbar. Ein Schmunzeln ist unvermeidbar!

Ich bin beeindruckt von dem kleinen Ausschnitt an Aktivitäten, die ich an diesem 10. Juli kennen lernen durfte. Die CofC wirkt auf mich auf den ersten Blick agil, vorwärtsgerichet, interlektuell geerdet und auf Menschen und Kommunikation mit denselben fokussiert.

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Die CofC ist zudem sehr transparent mit Ihren Aktivitären. Die weiterführenden Links lohnen sich unbedingt zum Lesen:

*Jugendstudie „Generation What“

 

 

Franziskus & Bibi – was man von diesen Influencern lernen kann: #DigitaleKirchekonkret

Mit 569k Followern in Deutschland ist der Papst wahrscheinlich der Geistliche mit der grössten Reichweite auf Twitter. Und zwar mit Abstand: Die Rangobersten der lokalen Landeskirchen sind mit 3,4k (Bedford-Strohm, EKD) bzw. nicht dabei (Marx, Katholische Kirche) eher abgeschlagen. Der EKD-Ratsvorsitzenden hat bei meiner Stichprobe allerdings die besseren Engagment-Werte (= (Likes + Shares + Comments) / Follower). Das spricht dafür, dass er eine qualifizierte Followerschaft hat, soweit man das aus dieser Stichprobe (n=4) überhaupt sagen kann.

So kann man sich das besser vorstellen:

marx

Mich begeistert, dass der Papst Twitter als Leitmedium nutzt und jeden Tag den Kontakt mit potentiell knapp 43 Millionen Followern in 9 Sprachen sucht. Gerade weil Twitter im deutschsprachigen Raum gar nicht so verbereitet ist sind die halbe Million um so bemerkenswerter.

Warum die YouTuber auf Twitter, das hierzulande als reichweitenschwaches Medium mit Kernzielgruppe Journalisten und Multiplikatoren so weit vorne und auf Augenhöhe mit dem Angebot von Spiegel, die Zeit und Tagesschau sind ist mir ein Rätsel.

Hier eine Liste der Top Twitterer in Deutschland (aus der Brille von Journalisten & Medienmachern).

Schauen wir uns mal an, was auf YouTube funktioniert. Vielleicht gibt es Hinweise darauf, wie es die über einhundert YouTube Abo-Millionäre auch auf Twitter geschafft haben die Million zu knacken.

Es gibt auf YouTube 3 Kategorien, die sich als besonders erfolgreich hervor getan haben:

#1: Unterhalten – Musik, Gaming usw.

Unterhaltung brauche ich nicht erklären, Ed Sheeran kommt in in Monaten auf 3 Millarden views, das spricht für sich selbst.

#2: Informieren und unterrichten

Diese Kategorie antwortet auf konkrete Suchanfragen – YouTube ist die zweitgrösste Suchmaschine der Welt. Die Beliebtheit von den seogenannten „How-to-Videos“ ist auch hierzulande groß. Weltweit gibt es etwas mehr als 135 Millionen* How-to-Videos.

Kennt ihr Daniel Jung und seine über 2.200 Mathe Tutorials? Einfach mal nach Satz des Pythagoras auf YouTube suchen. Der Kanal bringt es auf knapp 350.000 Abonnenten und über 100.000.000 Views. Nach Hilfestellung in Mathe wird offensichtlich häufiger gesucht.

#3: Inspirieren – Content, mit emotionalen Geschichten, Überraschungen

Auch bei den How-to-Videos geht der Papst voran: Auf Facebook erklärt er Kindern und Erwachsenen, wie man sich richtig bekreuzigt.

Die Magie von Bewegtbild ist die Nähe, die das Medium zum Betrachter aufbaut. Das kann kein Bild und kein Text leisten. Bibis Follower und ihre 4,7 Millionen YouTube Abonnenten nehmen Bianca Heineke aka Bibi als Freundin wahr, die sie gut zu kennen glauben. Es entsteht eine Beziehung über ihre Vlogs & Co., die Bibi zu einem Teenie-Star und einem der einflussreichsten Social Influencer gemacht hat.

Deshalb ist das Thema Bewegtbild der Social Media Trend Nummer im nächsten Jahr.

filmora

Quelle: Socialmediatoday 2017

How-to-Videos oder Erklärvideos wären ein konkreter Ansatz, um in den socialen Medien Menschen zu erreichen, die z.B. nach der Bedeutung des Weihnachtsfestes suchen. Wie es darum steht, dass zeigt ein Feldtest in Berlin:

Ich suche nach weiteren Beispielen aus der christlichen Hemisphäre, wo gute Digitale Konzepte umgesetzt wurden. Die würde ich gerne auf meinem Blog highlighten und als Blaupause für potentielle Nachahmer sammeln. Ideal wäre, wenn durch Fakten belegt wird, dass es ich um einen Erfolg handelt.

#DigitaleKirchekonkret

*Quelle: YouTube Creator Academy